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Kindliche Aggressionen

"Mama, ich hau Dich!"

Kindliche Aggressionen:
 © Bild: Ute Schnute - Photocase.de

Kinder haben ihre Emotionen nicht immer unter Kontrolle, und so kann es auch zu Aggressionsausbrüchen gegen die Eltern kommen. Dies kann eine Aggressionsstörung oder emotionale Überlastung sein. Als Eltern sollten Sie hier gelassen bleiben.

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Die Mutter des vierjährigen Julian ist ratlos: Seit einiger Zeit gebärdet sich ihr Sohn wie wild. Schon bei nichtigen Anlässen rastet er aus, vor allem, wenn er seinen Willen nicht durchsetzen kann. Egal ob es ums Essen, ums Fernsehen oder um die Schlafens-zeit geht, Julian gerät im Handumdrehen in Wut und teilt dann sogar Tritte und Schläge aus. Nicht einmal in der Öffentlichkeit hält er sich zurück. So sorgte er zum Beispiel neulich für Aufsehen, als er im Kaufhaus ein tolles Spielzeug entdeckte, das er unbedingt haben wollte. Seine Mutter sagte nein, worauf er ihr einen solchen Tritt versetzte, dass sie vor Schmerz aufschrie und die umstehenden Leute fassungslos die Köpfe schüttelten. Julians Mutter fragt sich besorgt: Ist das wirklich noch normal? Handelt es sich hier um eine Phase, die von selbst vorübergeht? Oder sollte ich besser durchgreifen und den kleinen Rabauken bestrafen?

Es stimmt tatsächlich: Viele Kinder durchlaufen im Vorschulalter eine Phase, in der sie sich ungewöhnlich aggressiv gebärden. Bei Jungen kommt das häufiger vor als bei Mädchen. Das hängt offenbar mit dem männlichen Hormon Testosteron zusammen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben nämlich gezeigt, dass der Testosteronspiegel nicht erst in der Pubertät stark ansteigt, wenn ein Junge sich körperlich zum Mann entwickelt. Auch im Kindergartenalter ist ein vorübergehender Anstieg des männlichen Hormons festzustellen, das die Aggressivität erhöht. Da Jungen zudem mehr Muskelmasse besitzen als Mädchen, haben sie ein umso größeres Bedürfnis, ihre Kräfte auszutesten - wodurch es schon mal zu handfesten Rangeleien kommen kann.

Trotzdem wäre es falsch, alles nur auf die Hormone zu schieben. Denn sie sind nicht die einzige Ursache für kindliche Aggressionen - die schließlich auch bei Mädchen vorkommen können. Manchmal versuchen Kinder, ihre Eltern durch Wutausbrüche gezielt zu provozieren, um ihnen eindeutige Reaktionen zu entlocken. Sie testen gewissermaßen die Beziehung aus, wollen wissen, ob ihre Eltern auch dann zu ihnen stehen, wenn sie mal nicht lieb und brav sind. Deshalb hilft es nichts, die Aggressionen des Kindes einfach zu ignorieren, in der Hoffnung, dass die Phase bald vorübergeht. Ein solches Verhalten würde das Kind als Gleichgültigkeit deuten - wenn nicht gar als Aufforderung, weiterzumachen. Auch Strafen helfen nicht weiter, da das Kind sie als Zurückweisung empfindet. Wenn ein Kind über die Stränge schlägt, hilft nur eines: Grenzen setzen.

Wie Sie mit Aggressionen umgehen können

Was tun also, wenn Ihr Kind seine Wut an Ihnen auslässt? Wichtig ist, dass Sie in solchen Situationen möglichst gelassen bleiben, aber dennoch unmissverständlich reagieren:

  • Halten Sie die Hand, die nach Ihnen schlägt, fest und sagen Sie in ruhigem, aber bestimmtem Ton: "Bitte hör auf, mich zu hauen, das tut mir weh!"
  • Sofern Ihr Kind es zulässt, können sie es auch fest in die Arme nehmen, bis es sich beruhigt hat. Das vermittelt ihm Halt und Sicherheit. Doch Vorsicht: Die Festhaltetaktik verträgt nicht jedes Kind. Sie sollten sie auch nur dann anwenden, wenn Sie selber gut damit zurechtkommen. Keinesfalls sollten Sie Ihr Kind im Zorn anfassen, sonst besteht die Gefahr, dass Sie es körperlich oder seelisch verletzen.
  • Wenn Ihr Kind in der Öffentlichkeit ausrastet, versuchen Sie, die Umgebung auszublenden, auch wenn es schwierig sein mag. Fassen Sie Ihr Kind bei den Händen oder Schultern, sehen Sie ihm in die Augen und sagen Sie klar und deutlich, was Sie von ihm wollen. Damit signalisieren Sie ihm, dass Sie sich im Augenblick nur mit ihm befassen und Ihnen nicht andere Leute wichtiger sind. Sie ziehen klare Grenzen.
  • Ereignet sich der Wutausbruch zu Hause, können Sie Ihrem Kind auch die Möglichkeit geben, sich anderweitig abzureagieren. Erlauben Sie ihm, seine Aggressionen an einem geeigneten Ersatzobjekt auszulassen, zum Beispiel an einem Kissen, einem Boxsack oder einem großen Plüschtier. Wenn Ihr Kind seine heftigen Gefühle auf diese Weise kanalisieren kann, wird es leichter damit fertig.
  • Sie können zu Hause auch eine Art Kampfritual einführen, das zu festgelegten Zeiten stattfindet und bei dem feste Regeln gelten. So lernt Ihr Kind auf spielerische Weise, mit seinen Kräften und Gefühlen umzugehen.
  • Ganz allgemein ist es gut, wenn Sie Ihrem Kind viele Bewegungsmöglichkeiten bieten, bei denen es sich austoben, seine Kräfte erproben und Dampf ablassen kann.
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21 Kommentare

Von am

Danke ich hab gerade das gleiche mit meinen Sohn ... Er haut und tritt immer gleich zu aber ich Versuch es auf dieser Art und weiße ... Vill klappt es.. Danke :)

Von am

Danke für diese Tipps. Ich habe das Problem öfter mit meiner Tochter

Von am

Mein Sohn (4,5 Jahre) ist seit ein paar Wochen super aggressiv mir gegenüber. Er schlägt und tritt mich, beschimpft mich aufs Übelste, wirft mir Eimer ect. an den Kopf, schlägt mit seinem Plüschtier auf mich ein, usw. Ein paar Minuten später fängt er an zu weinen und will getröstet werden, in den Arm genommen werden. Ehrlich gesagt, bin ich damit total überfordert, sehr traurig und weiß nicht mehr weiter. Auch überdenke ich, mit ihm einen Kinderpsychologen aufzusuchen, weil es mir zu heftig erscheint.

Von am

Hallo .mein Sohn ist 5 jahre alt geworden.es ist sehr schlimm mit ihm .er schlägt und beschimpft mich u.a.er ist soooooo aggressiv ,das ich mich wirklich frage ist es normal.icj hoffe dies hier wird mir helfen ich bin so überfordert und verzweifelt hoffe das wird aufhören wenn er in die schule kommt .:(

Von am

Hallo, mein Sohn ist 4 Jahre alt. Aggressiv mir gegenüber ist meiner nicht, er schlägt mich auch nicht. Tretten tat er mich nur zwei mal, beschimpft da für tat er schon öfter mich aufs Übelste, wirft mir in seine Autos an den Kopf,schmeist sich auf den Boden und fengt an rum zu schreien, usw. Ein paar Minuten später fängt er an zu weinen und will getröstet werden, in den Arm genommen werden. Ehrlich gesagt, bin ich damit total überfordert, sehr traurig und weiß nicht mehr weiter. Das diskotieren da könnte ich manchmal irre werden bei meinen Sohn. Auch überdenke ich, mit ihm einen Kinderpsychologen aufzusuchen, weil es mir zu heftig erscheint. habe Ihn sehr Lieb aber wenn er so seine fasse hat bin ich sehr draurig.

Von am

Ich glaube nicht dass Aggresionen von Kindern normal sind.Mein Sohn ist 4 und schlägt mich auch in letzter Zeit und beschimpft mich als böse..blöde und scheiss Mutter.ich reagiere darauf mit zimmerarrest und fernsehverbot.wenn ich ihm keine Verbote erteile tanzt er mir irgend wann auf der Nase herum...

Von am

Mein Sohn (3) steckt auch zur Zeit in einer aggressiven Phase, in der er versucht, seinen Kopf mit schreien, schlagen, werfen durchzusetzen. Ganz schlimm wird es abends, wenn er müde wird. Am besten hilft ruhig und konsequent bleiben, bis die Attacke vorbei ist. Gelingt nur leider nicht immer. Gerade als arbeitende Hausfrau und Mutter kann ich ein Lied davon singen. Aber ernsthaft schlagen lasse ich mich von meinen Kindern auf gar keinen Fall! Da gibt's ne Retoure!

Von am

Meine Tochter hat das seid dem sie ca 1.5 Jahre alt ist und ich habe nach dem Rat meiner Ärztin die Festhaltetechnik angewendet es hat auch eine Zeit lang gewirkt mittlerweile ist sie 8 und ich weiß mir manchmal nicht zu helfen . Es ist schon um einiges besser geworden und trotzdem machen mich die Anfälle traurig. Sie lässt die Wut jetzt an Gegenstände aus aber trotzdem finde ich es nicht normal. Meine Ärztin glaubt mir nicht wirklich weil sie überall anders das liebste und zuvorkommenste Kind ist. Und die schulischen Leistungen passen auch. Aber ich brauch sie nur bitten kurz etwas aufzuheben und sie flippt aus brüllt herum , stampft schmeißt Sachen durch die Gegend oder macht sie kaputt im schlimmsten Fall beschmeißt sie noch oder spukt . Das ist doch nicht normal. Aber da sie das fast nur bei uns Eltern macht muss es an uns liegen . Liebe Grüße

Von am

Ich kenne das Problem gar nicht, beobachte es aber oft. Mein einziger Kritikpunkt am Artikel ist am vorgeschlagenen Satz das "Bitte..." In dieser Situation sollte keine Mutter mehr bitten, sondern das Kind deutlich auffordern, aufzuhören! Eindeutige Botschaften senden.

Von am

Hallo ich habe einen Sohn jetzt 6 Jahre , er ist seitdem er 3 ist sehr agressiv gegenüber dem Kindergarten. Er Haut schreit laut etc. Er ist zurzeit ganz schlimm...nur zuhause is er viel lieber. Ich setzte Grenzen zu Hause.... Ich rede ruhig mit ihm etc.aber nix hilft. In der Klinik ADHS WAR er auvh schon 5 Tage.... Danach sind wir zum kinderPhysiologen auch nix gebracht. Dieses Jahr kommt er auf eine Erziehungsschule mal schauen ob das was wirkt... Sonst weiß ich auch nicht mehr weiter....hoffe er ändert sich bald.....

Von am

Das bitte sagen " ist sehr wichtig , für das Kind.
Genzen setzten...etc ruhig mit dem Kind reden. Nicht ausrastet, und das Thema erstmal nicht mehr ansprechen...ruhend wirken lassen. So hilft es zuhause.

Im Kindergarten dagegen dreht er völlig durch....Erzieher sind aus gebildet auf ADHS Kinder in dem mein Sohn geht....die schaffen es nicht . es sind 5 Erzieher in einer Gruppe mit 12 Kindern.. Die sind total überfordert. Warum schaffe ich es dann.... Mit ihm ruhig zu reden..... Er möchte auch nicht mehr in den Kindergarten....

Von am

Meine Tochter (4,5) ist sehr "temperamentvoll" und wurde MIR gegenüber (und manchmal anderen Kindern gegenüber) immer öfter handgreiflich und schrie mich wutentbrannt an! Ebenfalls, wie bereits beschrieben aus "Nichtigkeitsgründen"(aus Erwachsenensicht)!
Ich reagiere bestimmt und konsequent!
Wir sind dazu übergegangen bei Wutattacken, mit Schlägen uns gegenüber unserer Tochter das gesamte Spielzeug weg zunehmen. Für jeden Tag an dem sie "lieb" ist darf sie sich etwas zurück wünschen. Bei nicht Einhaltung kommt das bereits erreichte Spielzeug wieder weg!
Seitdem klappt es viiiiieeeel besser. Sie zeigt auch Verständnis dafür, dass wir so reagieren und sie erklärt es ihren Freunden, die zum Spielen kommen.
Zusätzlich bekommt sie nach dem KiGa eine Ruhezeit. Sie hört dann Hörspiele oder malt. Auch das hilft ihr sehr.
Mir ging es als Kind lange Zeit genau wie meiner Kleinen, nur dass meine Eltern nicht so verständnisvoll waren!

Von am

Mein sohn ist 4 und halb er war schon immer etwas schwierig
Er hat mit 4 erst sprechen gelernt. Wir dachten vorher seine wutt ausbrüche kommen davon weil er sich nicht äußern kann.
Wir gehen jetzt seit 6 monate zum logipädie und er kann jetzt besset sprechen ,
Wenn ihm was nicht passt schlägt er nennt mich arschloch oder beschimpft seine schwester (2 ) .
Wenn ich ihm ignoriere kommt er kuschelnd an und küsst mich die ganze zeit unf entschuldigt sich seine wuttausbrüche passieren nur wenn wir besuch haben was mir sehr unangenehm ist oder wenn mein mann dabei ist oder seine schwester dabei ist.
Wenn mein mann mit ihm allein was unternimmt ist er der liebste junge auf der erde genauso wenn ich oder die großeltern allein mit ihm sinf sobald aber ein 3-4tes person dazu kommt passiert das .
Er ist auch oft sauer auf sich selbst und kämpft innerlich mit sich selbst , wenn er z.b ein puzzelteil nicht schafft oder sein spiel nicht so fubktionert wir er es möchte.
Ich habe alles versucht ihm ins zimmer zu tun bis mit ihn sprechen und ignorieren mom hilft ignorieren gut .
Aber dad passiert bis zu 3 mal am tag und es tut mir sehr weh weil ich denke vlt habe ich was falsch gemacht.
Meine tochter ist das gegenteil kann mit 2 perfekt sprechen ist sehr ruhig und so liebesvoll.
Ich weine oft abends weil ich nicht weiß wann es endlich endet :(

Von am

Sorry, es ist ja beruhigend zu wissen, dass das wiedermal nur ne Phase ist. Aber wenn mein Sohn mich netterweise mehrmals und auch vor Publikum als Scheißmama beschimpft kann ich leider nicht so gelassen bleiben. Da raste ich aus. Ich bin auch nur ein Mensch und soll mir so was gefallen lassen, weil es wieder eine Phase ist??? Für etwas hilfreichere Tipps wäre ich sehr dankbar. Warum sollen Mutter immer alles aushalten müssen?

Von am

Hallo, unsere Tochter ist 2,7 Monate. Sie spricht bereits sehr deutliche Sätze und kann sich über ihre Wünsche sehr gut äußern. Wir haben gerade Urlaub und dadurch sind unsere Tage nicht mehr so routiniert wie vorher. Das ein oder andere Ritual hat sich zeitlich verschoben oder fällt manchmal weg. Seitdem haben wir ein Tyrann zu Hause. Schlagen, beschimpfen, treten und sehr unruhige Nächte. Es ist so, dass man als Eltern zuerst bei einem selbst nach möglichen Ursachen suchen sollte. Kinder brauchen unheimlich viel Halt und Vertrauen in die Eltern. Feste Rituale und nicht bloßstellen in der Öffentlichkeit gehören dort mit dazu. Als Beispiel: Wenn sie morgens bockig ist uns etwas böses gesagt hat, halte ich vor dem Kindergarten nochmal an und bitte sie um Entschuldigung und sage ihr, dass nun wieder gut ist. Ich würde sie nie im Streit den ganzen Tag abgeben. Oder wenn sie in der Öffentlichkeit bockt, nehme ich sie mit an eine Stelle wo uns niemand sieht und bespreche es dort mit ihr. Hat bis jetzt immer geholfen, sie nicht vor allen bloß zu stellen. Ganz schlimm, wenn Eltern ihre Kinder zurecht weisen in der Öffentlichkeit und alle starren auf das Kind. Ich würde mich und meine Eltern sehr grausam finden... Wichtig ist, genügend Schalf und feste Rituale... Daran arbeiten wir gerade wieder....

Von am

Liebe Mütter, es gibt nur eine Lösung! Bitte fragt doch einmal diese kleinen Kerle, warum sie wütend sind.
Ich unterstreiche das "warum".
Begegnet ihnen authentisch und liebevoll. Ich habe, aus derselben Problematik heraus motiviert, sehr viel gelernt. Zum Glück gibt es gute Literatur (sowie es schlechte gibt).
Jedes Kind will nur eins: eure Wertschätzung. Ihr seid dafür verantwortlich, dass sich eure Jungs wertgeschätzt fühlen. Das eigene, erwachsene verbal und handlungsorientierte Verhalten zu reflektieren, hat mich er an mir selbst erschreckt. Es hat mir die Augen geöffnet.
Ihr seid am Zug, versucht die Jungs zu verstehen.
Für unseren 5-Jährigen War das der Schlüssel.
Ich finde es schade, dass der Artikel nicht den Kern des Problems annähernd streift.

Von am

Hallo,
Ich hab dieses Problem jetzt so extrem seit 2 tagen mit meiner Tochter (5 1/2). Ich weiß leider nicht mehr weiter. Die Auslöser waren 1. Weil sie ihre Schuhe richtig rum anziehen sollte u wir nicht eher aus dem Kindergarten gehen. Da hat sie so ein aggressiven anfall bekommen u mir gezielt ins Gesicht geschlagen u versucht zu kneifen u zu treten. Das 2. Mal war heute auf der Straße weil ich sie mehrmals gebeten hatte zu hören u zum Schluss meinte ich das es heute kein Sandmännchen gibt da ging es so fast den ganzen nachhause weg. Ich bin mit meinen Kräften am ende u hatte heute zum Schluss hier zu Hause meine Tränen nicht mehr zurück halten können. Das schlimme ist ja das ihre kleine Schwester (fast3)auch alles mitbekommt. Hab jetzt bald einen Termin bei einer erziehungsberatungsstelle u erhoffe mir das sie mir gute Tipps geben können. Wie gesagt ich bin momentan total am ende u weiß mir nicht mehr zu helfen. Ich bin auch hier für Tipps dankbar!

Von am

Hallo ihr lieben ich weiß echt nicht mehr weiter ich binn allein erziehende Mutter von 2 Kleinkinder meine Tochter sie ist 2 Jahre und 4 monate und mein sein 1 Jahr 4 monate meine Tochter hört nicht und schreit wirklich von 8h bis schläft abend wenn sie nicht das bekommt was sie haben will sie schlägt mich Kratzt mich zieht mir an den harren ect ich SAG ihr ein paar mal nein du tuhst mur weh aber sie macht weiter bis ich ihrgend wann sie anschreie und sage ich habe dir gesagt er ruht weh ich schicke sie darauf hin ins Zimmer aber sie weigert sie und kommt zurück .... Jetzt weis ich nicht weiter sie hat von ihren Vater viel gesehen mit 6monate wie er mich geschlagen hat kann es sein das die das abgespeichert hat und setzt es jetzt aus ich verstehe das nicht bitte um Hilfe. Lg

Von am

Unser Sohn, 2 Jahre alt, hat vor einigen Wochen mit seinen aggressiven Wutanfällen begonnen. Anfangs war es nur abends vor dem Schlafengehen und wir taten es als Phase ab. Mittlerweile passiert es auch tagsüber, wenn er seinen Willen nicht bekommt. Er schreit sich dann dabei auch so in Rage, dass es für die Nachbarn ebenfalls schrecklich anstrengend ist. Mein Mann neigt zu verbalen Appellen in solchen Situationen, ich versuche es meist mit Ruhe und Verständnis - beides fruchtet nicht und wir sind langsam echt am Ende. Von außen kommt nur Druck, jeder hat kluge Ratschläge parat, aber verhalten wird sich eher kontraproduktiv. Oma/Opa fordern beispielsweise von uns ein härteres Durchgreifen, geben aber selbst beim Babysitten sofort nach, damit der Junge bloß nicht ausrastet. Das einzige, was mir an diesem Artikel hilft, sind die Kommentare der anderen. Zu wissen, dass man nicht allein alles versucht und auch andere nach Lösungen suchen.

Von am

Hallo. Ich habe keine Kinder. Aber auch Außenstehende können unter Wutattacken von Kindern gegen ihre Eltern leiden. Bei mir ist es die Familie, die über mir wohnt. Mann, Mitte 30, alleinstehend und Tochter, 6 Jahre. Offenbar gab es gerade eine Trennung. Die Tochter ist nur alle zwei Wochen oder auch nur mal ein paar Tage pro Woche beim Papa. Eigentlich total süß und mir gegenüber auch ganz lieb. Wenn sie da ist, merkt man das sofort. Und zwar daran, dass man keine ruhige Minute mehr hat (ich wohne unten drunter, das Haus ist unbeschreiblich hellhörig). Mehrfach täglich legt sie Wutanfälle hin - dann ist oben die Hölle los. Sie kreischt wie am Spieß, stampft mit den Füßen auf, schmeißt Gegenstände durch die Gegend, beschimpft ihren Vater ("Papa, du bist scheiße!", "Geh weg!", "Lass mich in Ruhe!"), kommandiert ihn rum - und das manchmal mehrfach am Tag, egal ob Sonn- oder Feiertag. Ich verstehe unten jedes Wort. Ich habe das Gefühl, der Vater ist völlig hilflos. Er diskutiert und verhandelt viel - und am Ende bekommt Töchterchen meistens ihren Willen. Ich halte das für einen Fehler, kann ihm das aber natürlich nicht einfach so sagen. Wir kennen uns ja gar nicht. Man ist als Mitbetroffene ja selbst ratlos: Muss ich das wirklich alles klag- und reaktionslos ertragen? Ich höre den Satz jetzt schon: Du verstehst das nicht, du hast ja keine Kinder. Super. Ich habe schon einiges erlebt in Sachen Kinder. Auch meine beiden Neffen sind etwas "schwierig". Aber ich glaube, das hängt ganz viel davon ab, wie das Klima in der Familie ist. Trennungen können Kinder völlig durcheinanderbringen (oben schreit es ständig: "Ich will zu meiner Mama!"). Aber auch, wenn Konflikte zwischen den Eltern öfter mal sehr feindselig und aggressiv werden, können Kinder sich das abschauen. Auch Zeitmangel (Eltern arbeiten beide, Kinder werden am WE öfter mal zur Oma abgeschoben) kann Aggressionen bewirken - so ist es bei meinen Neffen.

Von am

Eins hatte ich noch vergessen: Wer sein Kind schon mit 2 ein Smartphone "zum Spielen" in die Hände drückt oder es mir Vorliebe vor Fernsehern und Videospielen "parkt", der braucht sich a) nicht zu wundern, dass das Kind spät sprechen lernt und b) nicht ratlos über Aggressionen den Kopf zu schütteln. Frühzeitiger Medienkonsum macht Kleinkinder nachweislich aggressiv,und schränkt die Auffassungsgabe ein. Es verursacht Schlafstörungen und hemmt die soziale Entwicklung. Und hier spielt die Vorbildrolle der Eltern übrigens eine dominante Rolle. Wer sich gegenüber seinen Kids nicht in Sachen Handy und Computer zusammenreißen kann, der braucht sich nicht zu wundern, wenn die eigenen Kinder alsbald ein ebensolches Verhalten an den Tag legen. Da hilft dann auch kein "eisernes Nein" mehr.
https://www.kindergesundheit-info.de/infomaterial-service/nachrichten/artikel/blikk-studie-zuviel-medienkonsum-gefaehrdet-die-kindergesundheit/

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